Aussagen und Meinungen, wie z.B. im Video „Aufbruch in Wilhelmshaven“ von Stadtrat Graul oder Museumsleiter Eylert sind mehr als nur private Meinungen, weil sie gleichzeitig die jeweiligen Institutionen repräsentieren, z.B. die Stadtverwaltung oder das Museum Oceanis. Die Menschen auf der Straße repräsentieren meistens nur sich selbst.
Wenn Sie schreiben oder sprechen, muss der Unterschied deutlich werden: Wenn Sie z.B. direkt oder indirekt Pressesprecher Preuss zitieren, dann sollten Sie auch seine Funktion erwähnen („Pressesprecher der Stadt Wilhelmshaven“ oder „Vertreter der Stadtverwaltung“). Wenn Sie Aussagen aus den Umfragen wiedergeben, dann müssen Sie auch hier deutlich machen, welche Bedeutung diese Aussagen haben. Sie können solche Aussagen zum Beispiel mit folgenden Sätzen einleiten:
Die Unterscheidung ist nicht immer eindeutig:
Bereiten Sie jetzt einen Blogbeitrag über die Stadt Wilhelmshaven vor (3–4 Minuten). Sehen Sie sich, wenn Sie möchten, das Video noch einmal an. Machen Sie sich Notizen zu den folgenden Stichpunkten:
Probleme der Stadt
Vorteile der Stadt
Initiativen zur Regeneration der Stadt:
Verbesserung
Kritische Stimmen:
Planen Sie jetzt Ihren Beitrag. Sie schreiben einen Blog für eine Website für Studenten „Städte in Norddeutschland“. Verwenden Sie manche, nicht alle Informationen, die Sie gerade gesammelt haben. Entscheiden Sie sich, was Sie für wichtig und relevant halten.
Ihr Blog braucht:
Beginnen Sie:
Ich schreibe über die Stadt Wilhelmshaven an der Nordostküste Deutschlands...
Vergleichen Sie Ihre Version mit diesem Vorschlag. Der Beitrag basiert auf den Notizen aus Aufgabe A.
Wilhelmshaven, eine Stadt im Umbruch
Ich schreibe über die Stadt Wilhelmshaven an der Nordostküste Deutschlands. Hier war Krise, aber jetzt herrscht Aufschwungstimmung. Heute gibt es viele Museen, wie zum Beispiel das Unterwasseraquarium Oceanis oder das deutsche Marinemuseum. 1997 wurde die Nordseepassage eingeweiht, die viele Menschen zum Einkaufen in die Stadt bringt. Dieses Angebot ist vor allem für Tagestouristen von Interesse.
Wilhelmshaven hatte eine hohe Arbeitslosenquote, aber heute scheint die Situation besser: die Arbeitslosigkeit ist um die Hälfte gesunken. Außerdem sind für die nächsten Jahre große Projekte geplant, wie zum Beispiel der JadeWeserPort. Wilhelmshaven ist der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands und große Containerschiffe, zum Beispiel aus Shanghai, sollen ab 2011 am Hafen anlegen.
Nicht alle Menschen stehen den Entwicklungen positiv gegenüber. Einige Menschen finden es schade, dass Wilhelmshaven wegen des neuen Hafens keinen Sandstrand mehr hat. Ja, und auch das Kohlekraftwerk ist nicht populär. Die Stadt versichert aber, dass die Umweltbelastung unter den gesetzlichen Grenzwerten liegt. Natürlich hoffen viele, dass der JadeWeserPort und andere Projekte mehr Industrie und damit mehr Arbeit nach Wilhelmshaven bringen. Arbeitslosigkeit ist immer noch ein Hauptthema, vor allem für junge Menschen. Ob die Hoffnungen auf wirtschaftlichen Aufstieg durch die großen Projekte erfüllt werden, das wird man erst in einigen Jahren sehen. Hoffentlich klappt es!
OpenLearn - Advanced German: Regional landscapes
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