Auch im folgenden Artikel von Peter Sandmeyer aus dem Wochenmagazin „Stern“ geht es um Heimat.
Lesen Sie zunächst die ersten beiden Abschnitte und analysieren Sie noch einmal die Struktur des Textes bzw. die Art und Weise, wie der Autor das Thema Heimat behandelt. Notieren Sie auch hier, was Fakt und was Meinung oder Behauptung ist.
Vokabular
Mansardenstübchen (nt.) Dachzimmer
2, 3, 4 und 5 sind Fakten, die man anhand von Quellen nachprüfen kann. 1 und 6 sind Behauptungen, die im Laufe des Artikels kommentiert und belegt werden müssen. Die Aussage „Ein Gefühl ohne Heimat“ ist mehrdeutig und soll die Spannung der Leser und Leserinnen auf den Text steigern. Die drei Behauptungen legen fest, was in dem Artikel behandelt wird.
Lesen Sie jetzt den ganzen Artikel und achten Sie auf die sprachlichen Mittel, mit denen der Autor die Absätze inhaltlich verbindet. Notieren Sie die betreffenden Textstellen.
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Lerntipp: Namen erkennen
Sandmeyers Artikel beinhaltet die Namen einiger Menschen und Orte, die Sie wahrscheinlich nicht kennen. Wenn Sie so etwas lesen, haben Sie die Möglichkeit einfach weiterzulesen und sie zu ignorieren oder, wenn Sie sich weiter erkündigen wollen, können Sie vielleicht im Internet nachschauen. Wenn Sie zum Beispiel Thomas Gottschalk in einer Suchmaschine eingeben, finden Sie relativ leicht heraus, dass er in Deutschland eine Talkshow hat.
Absatz 1/2
„Heimat sind die Geborgenheitsnischen“ / „Manchmal aber muss man die wärmende Nische der Heimat verlassen“.
(„Nischen“ wird wiederholt, und „Geborgenheit“ und „wärmende“ haben in diesem Kontext eine ähnliche Bedeutung. Das Wort „aber“ deutet auf ein Problem, das der Autor in seinem Artikel aufgreifen wird.)
Absatz 2/3
“nicht mehr Heimat, sondern Heimaten. Und je stärker der Druck auf sie wird, […], desto erbitterter werden sie verteidigt. / Deswegen ist eine besondere Heimat nie über das Stadium des schönen Traumes gekommen“.
(Die Begriffe „Heimat“ und „Heimaten“ korrespondieren mit dem Begriff „eine besondere Heimat“. Das Wort „deswegen“ zeigt an, dass jetzt eine Erklärung oder ein Kommentar auf den vorherigen Absatz folgt.)
Absatz 3/4
„Dahinter scheint ja ein menschliches Grundbedürfnis zu stecken“. / Je schärfer der Wind der Globalisierung weht, desto deutlicher äußert sich dieses Grundbedürfnis.“
(„Grundbedürfnis“ wird wiederholt.)
Absatz 4/5
„ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickeln können.“ / „Dieses Gefühl der Zugehörigkeit“
(„Gefühl der Zugehörigkeit“ wird wiederholt)
Absatz 5/6
„Ich bin zu Hause.“ / „Zu Hause sein“
(Die Idee „zu Hause sein“ wird wiederholt, auch wenn die Verbform verändert wurde.)
Absatz 8/9
„immer auch schon verlorene Heimat“ / „Vielleicht ist Heimat eigentlich ein imaginärer Ort“
(„Heimat“ wird wiederholt. Auch die Begriffe „verlorene“ und „imaginärer Ort“ sind sinnverwandt: Was man verloren hat, kann man nur noch in Gedanken erleben.)
Achtung: Zwei Übergänge können nicht auf diese Weise analysiert werden, weil der Artikel aus Platzgründen hier gekürzt erscheint. Die Wiederholungen von „Heimat“ (Übergang Absatz 6/7) und „Erinnerungen“ bzw. „erinnerten“ (Übergang Absatz 7/8) verbinden zwar die Absätze, waren so aber vom Autor nicht intendiert.
Wortwiederholungen oder Sinnbezüge von einem Absatz zum anderen erhöhen die Kohäsion eines Artikels oder einer Rede und helfen den Lesern und Zuhörern, der Argumentation zu folgen. Versuchen Sie auch in Ihren Arbeiten diese sprachlichen Mittel zu verwenden.
Zum Weiterdenken
Was ist in beiden Quellen von Frisch und Sandmeyer zum Thema Heimat gleich? Wo gibt es Unterschiede?
OpenLearn - Advanced German: Regional landscapes
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