Zu den Ostfriesischen Inseln gehören Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Diese Inselkette liegt nur wenige Kilometer vor dem Festland und bei Ebbe kann man auf einige Inseln mit dem Pferdewagen fahren oder zu Fuß gehen. Große Teile der Inseln sind heute zu Naturschutzgebieten erklärt. Die Bewohner leben fast ausschließlich vom Fremdenverkehr. Das besondere Inselklima hilft bei vielen Krankheiten. Deshalb sind alle Inseln heute staatlich anerkannte Nordseeheilbäder.
Die Namen der Ostfriesischen Inseln zeugen vom plattdeutschen Dialekt, der in der Region gesprochen wird. Die Endung „-oog“, wie in „Langeoog“, „Spiekeroog“, „Wangeroog(e)“ kommt von einem alten Wort für „Insel“.

Die Insel Spiekeroog liegt nur wenige Kilometer westlich von Wangerooge im niedersächsischen Wattenmeer. Lesen Sie den Auszug aus der Homepage der Nordseebad Spiekeroog GmbH und beantworten Sie die Fragen.

Die Natur ist Spiekeroogs Schatz und Schutz. Sie ist alles auf einmal: schön und nützlich, vielfältig und klug aufeinander abgestimmt, erholsam und empfindlich. Darum verdient sie besonderen Respekt. Denn je sorgsamer man mit ihr umgeht, desto mehr kann man sie genießen.
Seit 1986 gehört Spiekeroog zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Der ist 2400 Quadratkilometer groß und schützt einen weltweit einmaligen Lebensraum. So viel Watt wie hier ist nirgends. Und damit das so bleibt, gibt es Regeln. Eine davon: Vogelsiedlungen und ruhende Seehunde sind tabu. Eine andere: Hunde gehören an die Leine, ob am Strand oder in den Dünen.
Überhaupt: die Dünen! Da führen herrliche Reit- und Wanderwege durch. Die sorgen dafür, dass niemand querfeldein geht. So können Strandhafer und Krähenbeerheide in Ruhe wachsen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern hindert auch den kostbaren Dünensand daran, zu wandern oder bei Sturm einfach wegzufliegen.
Leben im Rhythmus der Natur
Die Spiekerooger sind stolz auf den natürlichen Reichtum ihrer Insel. Und sie haben gelernt, ihn zu bewahren. Das bedeutet vor allem: keine Autos! Wer fährt, fährt Fahrrad oder geht gleich zu Fuß. Das passt zu der gelassenen Inselatmosphäre, die übrigens schnell auf Besucher abfärbt.
Ohnehin sind die meisten Ziele auf Spiekeroog bequem zu Fuß zu erreichen. Wer etwas transportieren muss, mietet sich einfach einen Bollerwagen. Für schwere Lasten gibt es Elektroautos. Das schont die Umwelt. Und aufs Umweltschonen legen die Spiekerooger großen Wert. Das verrät nicht zuletzt die hochmoderne Kläranlage. Und das Blockheizkraftwerk. Und das Wasserwerk, das aus einer unterirdischen Süßwasserlinse hochwertiges Trinkwasser fördert.
Spiekeroog heißt: im Einklang mit der Natur leben. Gesundheit atmen. Die Langsamkeit entdecken.
Vokabular
Watt (nt.)/Wattenmeer (nt.) flacher, fast ebener Küstenstreifen, der bei Ebbe trockenfällt und bei Flut unter Wasser steht
Strandhafer (m.) ein Dünengras
Krähenbeerheide (f.) eine in nördlichen Gebieten wachsende Pflanzenart
Bollerwagen (m.) ein Handwagen
Süßwasserlinse (f.) Süßwasserkörper, der über salzhaltigem Grundwasser schwimmt
Sie haben eine der Ostfriesischen Inseln aus der touristischen Perspektive kennengelernt. Wie, denken Sie, ist das Leben für die Bewohner, die dort das ganze Jahr über leben? Welche Vor- und Nachteile hat das Leben auf einer kleinen Insel Ihrer Meinung nach?
Hier sehen Sie einige mögliche Antworten. Vergleichen Sie sie mit Ihrer eigenen Meinung und überprüfen Sie, ob Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile benannt haben.
OpenLearn - Advanced German: Regional landscapes
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